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PostHeaderIcon Der blaue Schuh

Eine typische Geschichte von einem unserer Kunden: "Der blaue Schuh"

 

Ein herrliches Blau hatte der Schuh, so ein dickes, kräftiges Blau wie auf den Autobahnschildern. Renate war ganz begeistert, als sie diesen wunderbaren Schuh unter den Sonderangeboten fand.

 

Noch nicht einmal 50 Euro sollte er kosten. Na gut - die Paßform war nicht optimal, er drückte vorne ein bißchen, war vielleicht doch ein wenig ungünstig geschnitten, aber diese herrliche Farbe paßte genau zu ihrer Lieblingsjeans.

 

Im Alltag allerdings erwischte sie sich häufig dabei, daß sie unter dem Schreibtisch die Schuhe auszog, weil sie doch irgendwie nicht richtig paßten. Sie hatte zwar die richtige Größe gefunden, die die sie immer nahm, aber vielleicht ist es ja bei Schuhen so ähnlich wie bei Blusen, die fallen ja auch immer unterschiedlich aus.

 

Die Verkäuferin im Schuhgeschäft hatte gesagt, das müsse man halt ausprobieren, das könne man nie so genau wissen, welcher Hersteller nun die Schuhe etwas enger und wer sie etwas weiter anfertigen würde. Das müsse man halt probieren. Sie solle aber die Schuhe wieder ins Regal stellen, wenn sie sie ausprobiert habe, meinte die Mitarbeiterin im Weggehen.

 

Bei der Fußpflege bekam sie dann zu hören, dass sich neue Hornhaut gebildet hätte, ob sie vielleicht neue Schuhe hätte, die vielleicht nicht so genau passen würden, wo sie vielleicht beim Abrollen vorne anstoßen würde.

 

Schon nicht mehr so stolz, zeigt Renate ihre neuen blauen Schuhe. Und die Fußpflegerin zeigte ihr ein paar Stellen, wo man schon nach wenigen Tagen des Tragens erkennen konnte, dass ihr Fuß dagegen stieß.

 

Sicher, wenn sie so am Tisch saß oder arbeitete, merkte sie nichts von den Schuhen, aber z.B. beim Treppesteigen war es doch etwas unangenehm am Fuß. Und obwohl ihr der Schuh manchmal ein wenig zu kurz vorkam, schlüpfte sie beim Treppesteigen leicht einmal mit der Ferse heraus. Auch die schöne blaue Farbe hatte sie sich schon allmählich "übersehen".

 

Schließlich entschloß sie sich, doch einmal zu einem Fachmann zu gehen. Gleich beim Harburger Bahnhof gab es ein Schuhgeschäft, da war sie schon mit ihrer Großmutter zum Schuhekaufen gewesen. Sie erinnerte sich noch genau, daß die freundlichen älteren Damen ihr als Kind Bonbons geschenkt hatten. Und sie erinnerte sich, daß es da jetzt auch orthopädische Maßanfertigungen gab.

 

Sie hatte das Schild mit dem grünen Fuß und dem weißen Kreuz beim Vorbeigehen gesehen. Da müßten sie ihr doch eigentlich sagen können, was mit den Schuhen los war und vielleicht könnte man sie ja auch noch reparieren, ein bißchen ausweiten, damit sie besser passen?

 

Als sie eines Tages von einem Einkaufsbummel einen kleinen Schlenker hin zum Schuhgeschäft an der Winsener Straße 11 machte, war sie zunächst erstaunt, daß sie von einer sportlichen jungen Frau bedient wurde, die zu jedem Schuh genau sagen konnte, wie er sich vermutlich an ihrem Fuß anfühlen würde und die schon nach wenigen Anproben für sie den richtigen Schuh gefunden hatte.

 

Vollkommen verwundert war sie nun aber, als sie hörte, daß sie sich die Farbe des Schuhs auch noch aussuchen könne. Auf diese Weise hatte Renate für unter 100 Euro genau auf ihre Größe zugeschnittene Schuhe haben können, die nicht nur in der Länge individuell angepaßt waren, sondern außerdem in der Breite, der Höhe und der Ballentiefe.

 

Hinzu kam, daß Renate an diesem Schuh sehr viel länger Freude hatte, weil er wirklich auf ihren individuellen Bedarf zugeschnitten war und darüber hinaus dreimal so lange hielt, wie Konfektionsschuhe aus dem Schuhgeschäft.

 

Renate kauft sich seitdem nur noch bei Strade in Hamburg-Harburg ihre Schuhe, weil sie dort nicht nur am besten und paßgenauesten versorgt wird, sondern vor allen Dingen, weil sie dort am wenigsten Geld für Schuhwerk ausgeben muß!

 

Sie hat zwar weniger Schuhe, die halten aber dafür wesentlich länger und sind genau auf ihren Geschmack abgestimmt.

 

Anzumerken wäre vielleicht noch: Renate arbeitet im Sekretariat eines großen Kaufhauses, wo es auch Schuhe gibt!