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Unsere Firmengeschichte

Inmitten der ersten Welt-Wirtschaftskrise und kurz nach dem berüchtigten schwarzen Freitag 1929 in New York gründete Heinrich Strade im Jahre 1930 seine kleine Schuhmacherei im Keller seines Wohnhauses Winsener Str. 11. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade 18 Jahre alt. Auf nur 15 m² wurden an drei Tagen in der Woche Schuhe repariert. Den Rest der Woche arbeitet der junge Mann auf dem Bau.

 

Damals, vor 75 Jahren war es noch möglich, ohne Meistertitel einen Reparaturbetrieb für Schuhe zu eröffnen. Das änderte sich erst sechs Jahre später mit der neuen Handwerksordnung. Der junge Betriebsinhaber wollte Bescheid wissen in seinem Beruf und so sammelte er Informationen und Erfahrungen im Schuhmacher-Handwerk, denn eine reguläre Vorbereitung auf die Meisterprüfung gab es damals noch nicht. Schließlich bestand er dann im Jahre 1937 die Meisterprüfung als Schuhmacher.

Heinrich Strade

Der Laden um 1942

1939 begann der II. Weltkrieg und Heinrich Strade wurde eingezogen. Aus Gesundheitsgründen und weil man Ihn in der Heimat brauchte, wurde er 1942 aus der Wehrmacht entlassen, um zu Hause der Schuhmacherei nachzugehen.

 

Aber so ganz ungeschoren sollte die Familie Strade nicht dem Krieg entkommen. Ein Teil des Elternhauses wurde 1943 von Bomben getroffen und zerstört. Zum Glück waren keine Menschenleben zu beklagen, da der größte Teil der Familie in die Nordheide ausquartiert war.

 

So überstand die Familie auch die schweren Jahre nach dem Kriege und konnte das Wohn- und Geschäftshaus in der Winsener Straße wieder aufbauen. Es gab in dieser Nachkriegszeit viele Kriegsversehrte, die eine spezielle Versorgung mit orthopädischem Schuhwerk brauchten. Heinrich Strade erkannte diese Marktlücke und begann, sich auf die Anfertigung von Maßschuhen einzustellen.

 

Im Jahre 1952 bestand er dann auch die Zusatzprüfung im neuem Berufbild des Orthopädie-Schuhmachers als einer der ersten in Hamburg und erweiterte sein Betrieb räumlich durch einen Werkstatt-Anbau. Dort befinden sich heute die Fußpflege und Anmeßräume.

25 Jahre Strade:

25 Jahre Strade

Die 2. Generation:

 

1956 trat die zweite Generation Strade auf den Plan, als Sohn Gert nach der Schulzeit seine Lehre im elterlichen Betrieb begann. Nach dreijähriger Lehrzeit bestand er 1959 die Gesellenprüfung und weitere vier Jahre später die Meisterprüfung als Schuhmacher.

 

Die für die Abrechnung mit den Krankenkassen wichtige Zusatzqualifikation als Orthopädie-Schuhmacher musste sich Gert Strade auf Umwegen und mit viel Eigeninitiative selbst erarbeiten. Schließlich holte er als bereits fertig ausgebildeter Schuhmachermeister 1964 in Hannover die Gesellenprüfung als Orthopädie-Schuhmacher nach. Nach halbjähriger Ausbildung an der dortigen, nach dem Kriege neu gegründeten Bundesfachschule für Orthopädie-Schuhmacher bestand er dort 1965 auch die Meisterprüfung.

 

Mit dieser doppelten Meister-Qualifikation bestens ausgestattet, arbeitete Gert Strade im elterlichen Betrieb 14 Jahre lang mit. Er erweiterte die Werkstatt und baute auch den Schuhhandel aus. Verkaufs- und Ausstellungsräume wurden eingerichtet.

 

Mit dem Eintritt in den Schuheinkaufsverband Garant konnte das Bequemschuhgeschäft wesentlich erweitert werden.

Gert Strade besuchte viele Lehrgänge der Garant um sich auf Kunden mit Fußproblemen, wie Senk-Spreizfüsse, extrem breite oder schmale Füsse zu profilieren. Verbunden mit dem Handwerk lassen sich so viele Probleme lösen. Immer wieder freut sich das Strade-Team, wenn es seine Kunden dabei helfen kann, die passenden Schuhe zu finden.

 

Im Jahre 1979 übernahm Gert Strade von seinem Vater das Geschäft, der nun mit 68 Jahren in den verdienten Ruhestand trat. Leider konnte er diese Zeit nicht lange genießen, denn bereits zwei Jahre später verstarb er. 1980 erlebte er aber noch das fünfzigste Jubiläum seines Betriebes mit, das auch damals festlich begangen wurde.

 

Gert und Heinrich Strade

 

Mit Bequemschuhen bequem gehen:

 

Unter der Regie von Gert Strade nahm der Verkauf von Bequemschuhen an Umfang zu. Bereits 1975 war ein zusätzlicher Verkaufsraum und ein Lager über der ehemaligen Werkstatt eingerichtet worden. Dort gab es endlich Platz zum Anprobieren und Hin- und Hergehen für die Kunden.

 

Besonders ist hier hervorzuheben, dass die Konfektionsschuhe gleich zugerichtet werden können, also gezielt umgebaut werden. An Stelle von Schnallen können beispielsweise Klett- Verschlüsse angebracht werden, oder die Schuhsohle an der vorderen Spitze wird geglättet, damit ältere Menschen nicht gleich stolpern, wenn sie ihre Füße nicht mehr richtig anheben können.

 

Anfang der neunziger Jahre begann Gert Strade gezielt nach einem Nachfolger für sein Geschäft zu suchen. Seine beiden Töchter zeigten keine Neigung zur Orthopädie-Schuhtechnik und so hörte sich Herr Strade bei seinen Innungskollegen nach einem interessierten jungen Mann um.

 

Haus der bequemen Schuhe

1994 - eine neue Ära beginnt:

1994 war mit Bernd Hauenstein ein geeigneter Kandidat für die Nachfolge gefunden, der nach bestandener Meisterprüfung an der Bundesfachschule für Orthopädie-Schuhtechnik in Hannover allmählich die Geschäfte übernehmen sollte. Im Jahre 1997 war es dann so weit. Doch anders als in den meisten anderen Handwerksbetrieben arbeitete Gert Strade in Betrieb seines Nachfolgers weiter. Auch seine Frau, ist bis heute als Fußpflegerin in dem Geschäft tätig, das ihr Schwiegervater gegründet hatte!

 

Diese langjährige und treue Verbindung hat auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hause Tradition. Bereits mehrfach konnte ein silbernes Dienstjubiläum gefeiert werden.

1994 wurde aufgrund der räumlichen Enge ein weiterer Umbau nötig. Ein Nebengebäude wurde zur Werkstatt umgebaut. Jetzt hatte Bernd Hauenstein genug Platz um weitere Orthopädie-Schuhmachergesellen einzustellen.

 

Durch die räumliche Vergrößerung konnten jetzt auch technische Innovationen in den Betrieb Einzug erhalten. Durch die Computertechnik hat man jetzt die Möglichkeit moderne und traditionelle Herstellungstechniken zu kombinieren und aus beidem das Beste zu machen.

Bernd Hauenstein

2003: Filiale am Sand 18

Aufgrund der häufigen Anfragen der Kunden, wurde 2003 in der Harbuger Innenstadt eine Filiale eröffnet. Hier konnten endlich die Idee einer Laufanalyse realisiert werden.

 

Im Laufe der 75 jährigen Geschichte des Schuhhauses Strade hat sich einiges getan. Heute sind 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Jeder hat das Ziel unseren Kunden schmerzfreies Gehen zu ermöglichen.

 

So hat Bernd Hauenstein, der heutige Inhaber des Schuhhauses Strade die Tradition fortgeführt, dass dieses Unternehmen immer noch einen familiären Charakter hat. Der Einsatz der Mitarbeiter sind der Grundstein für den bisherigen Erfolg. Bei den Ehefrauen der alten und neuen Geschäftsinhaber bewahrheitet sich wieder mal der Satz „ Hinter jeden erfolgreichen Mann, steht eine starke Frau“

 

Filiale
2008: Umzug in die Lüneburger Strasse 2
Am 01. Juli 2008 hat die Firma Strade endlich ein Ladenlokal gefunden, wo die gesamten Leistungen unter einem Dach angeboten werden konnten. Im Erdgeschoss befindet sich jetzt der Laden mit den Maßnehmkabinen, Fußpflege und Laufanalyse. Im der 1. Etage hat die Werkstatt ihren Platz gefunden.
2013: Umzug in den Harburger Ring 8-10
Im Juni 2013 wagten wir noch mal ein Umzug. Die Lüneburger Strasse hat sich leider nicht so entwickelt wie gehofft.
Seit dem 08. Juli 2013 sind wir jetzt am Harburger Ring 8-10 und fühlen uns hier sehr wohl. Die Werkstatt ist jetzt gleich am Laden angeschlossen. Alles ist auf einer Ebene.
Harburger Ring